
Das Gebäude in der Huttenstraße im Berliner Stadtteil Moabit, ursprünglich 1892 im Auftrag der Allgemeinen Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) errichtet, gilt als eines der bahnbrechendsten Bauwerke des frühen 20. Jahrhunderts. Entworfen vom renommierten Architekten Peter Behrens wurde die Fabrik 1909 fertiggestellt und diente zunächst der Herstellung von Turbinen für Kraftwerke. Behrens, oft als Wegbereiter der Moderne bezeichnet, schuf ein Gebäude, das nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch fortschrittlich war.
Das hundert Meter lange Bauwerk mit seinen beeindruckenden 15 Meter hohen Glasfenstern an beiden Seiten gilt als eines der ersten erfolgreichen Beispiele einer modernen Industriehalle. Emil Rathenau, der Gründer von AEG, erwarb 1883 die Rechte, Thomas Alva Edisons Glühlampe in Deutschland herzustellen, was zur Gründung von AEG führte. Das Unternehmen erweiterte später seine Produktion auf andere elektrische Produkte und wurde in den Niederlanden für Haushaltsgeräte wie Staubsauger und Waschmaschinen bekannt.
Bemerkenswert ist, dass das Gebäude, obwohl heute im Besitz von Siemens, noch immer für seinen ursprünglichen Zweck genutzt wird: die Turbinenproduktion.
Hast du Feedback zu dieser Geschichte?