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August Bebel

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Im Köln des neunzehnten Jahrhunderts wuchs August Bebel im Umfeld der Industrialisierung auf. Er wurde am 22. Februar 1840 in eine Arbeiterfamilie geboren. Nach dem frühen Tod seines Vaters arbeitete seine Mutter unermüdlich und zog oft um, um Arbeit zu finden, wodurch Bebel schon als Kind viele deutsche Städte kennenlernte. Als Jugendlicher machte er eine Lehre als Drechsler, ein Handwerk, das hohe Präzision verlangte. Dieses Gewerbe öffnete ihm die Tür zur Arbeiterbewegung.

In den 1860er Jahren engagierte er sich zunehmend in den sozialen Kämpfen seiner Zeit. Über den Arbeiterbildungsverein in Leipzig lernte er Wilhelm Liebknecht kennen. Mit ihm gründete er 1869 die Sozialdemokratische Arbeiterpartei, die 1875 mit dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein zur SPD fusionierte. Damit entstand eine starke politische Kraft für Arbeiterrechte. Bebel wurde bald eine führende Stimme im Reichstag. Er bekämpfte Bismarcks Politik, insbesondere die Sozialistengesetze der 1870er Jahre.

 

Trotz Repression wuchs die Bewegung. 1879 veröffentlichte Bebel sein bedeutendes Werk „Die Frau und der Sozialismus“, das Gleichberechtigung und Frauenemanzipation in den Mittelpunkt stellte. Das Buch fand weltweit Beachtung. Trotz Gefängnisstrafen gab er seinen Kampf nie auf. Unter seiner Führung wurde die SPD Anfang des 20. Jahrhunderts die größte sozialistische Partei Europas. August Bebel starb am 13. August 1913, doch sein Vermächtnis lebt weiter. Der Bebelplatz in Berlin erinnert an seinen Einsatz für gleiche Rechte.

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