
Das Museum Barberini, eröffnet am 23. Januar 2017, verdankt seine Existenz Hasso Plattner, Milliardär und Kunstsammler, der sein Vermögen in der Technologiebranche machte. Plattner begann seine Karriere bei IBM und gründete 1972 das Softwareunternehmen SAP mit. Mit seinem Erfolg baute er eine bedeutende Kunstsammlung auf, die sich besonders auf impressionistische Werke und Kunst aus der ehemaligen DDR konzentriert.
Plattner wählte Potsdam bewusst als Standort, um die Geschichte und die Menschen dieser Region zu würdigen, die nach der Wiedervereinigung tiefgreifende Veränderungen erlebten. Das Gebäude selbst hat eine bewegte Vergangenheit: Ursprünglich stand hier das barocke Palais Barberini, das im 18. Jahrhundert unter Friedrich dem Großen erbaut wurde. Es wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und zwischen 2013 und 2016 originalgetreu wiederaufgebaut. Damit ist das Museum nicht nur ein Kunsthaus, sondern auch ein Denkmal der historischen Rekonstruktion.
Vom Turm der Nikolaikirche aus haben Besucher einen Blick auf das Museum Barberini, den Brandenburger Landtag und das rekonstruierte Stadtschloss, wodurch sich das Museum harmonisch in Potsdams Stadtbild einfügt. Heute präsentiert es einen Großteil von Plattners Sammlung und bietet ein Forum für impressionistische Werke ebenso wie für DDR-Kunst, wodurch es das kulturelle Leben Potsdams bereichert.
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