
Das Berolinahaus am Alexanderplatz in Berlin ist ein Wahrzeichen der frühen Architektur des 20. Jahrhunderts. Es wurde zwischen 1929 und 1932 errichtet und gilt als Paradebeispiel der klassischen Moderne der Neuen Sachlichkeit. Der Entwurf von Architekt Peter Behrens wurde von Stadtplaner Martin Wagner ausgewählt, obwohl Behrens im Wettbewerb nur den zweiten Platz belegte.
Wagner hielt seinen modernen Ansatz für geeigneter als den siegreichen Entwurf von Hans und Wassili Luckhardt. Behrens war seiner Zeit voraus: Das Gebäude verfügte über integrierte Haustechnik, damals eine Neuerung in Deutschland. Der Bau dauerte nur zwei Jahre und im Januar 1932 wurde das Haus eröffnet. Zu den ersten Mietern gehörte die Textilkette C&A, die bereits seit 1911 am Alexanderplatz vertreten war. Zudem gab es im ersten Stock ein Café, das über eine Rolltreppe erreichbar war – eine Seltenheit in jener Zeit.
Bemerkenswerterweise überstand das Berolinahaus den Zweiten Weltkrieg nahezu unbeschadet. In der DDR diente es als Bürogebäude für Regierungsstellen. Seit 1975 steht es unter Denkmalschutz und ist ein wichtiger Bestandteil des Berliner Kulturerbes. Seine Lage am Alexanderplatz, dem Herzen der Stadt, unterstreicht seine Bedeutung als Wahrzeichen. Heute zieht das Berolinahaus Besucher durch seinen historischen und architektonischen Wert an und steht als Symbol für die Widerstandskraft und Erneuerungsfähigkeit Berlins.
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