
Der Botanische Garten Berlin, gegründet 1679 und zwischen 1897 und 1910 an seinen heutigen Standort verlegt, ist eine 43 Hektar große Oase voller Geschichte und Artenvielfalt. Ursprünglich konzipiert, um Pflanzen aus deutschen Kolonien für die Wissenschaft zu kultivieren, entwickelte sich der Garten zu einem der bedeutendsten seiner Art weltweit. Die beeindruckenden Gewächshäuser, darunter das ikonische Große Tropenhaus, beherbergen eine Vielzahl von Pflanzen, von riesigem Bambus bis hin zur seltenen Wollemia nobilis, einem Baum, der lange als ausgestorben galt und 1994 in Australien wiederentdeckt wurde.
Der Entwurf geht auf den Botaniker Adolf Engler zurück, der Pflanzen nach geografischen Gesichtspunkten ordnete. So können Besucher in einem Rundgang Ökosysteme vom afrikanischen Savannenland bis zur arktischen Tundra erleben. Das Tropenhaus aus Eisen und Glas bietet selbst im Berliner Winter ein warmes Zuhause für tropische Pflanzen. Ein besonderes Angebot ist das Patenschaftsprogramm, mit dem Besucher einzelne Pflanzen unterstützen und so deren Pflege und Erhaltung fördern.
2006 wurde der Garten umfassend renoviert, historische Gebäude restauriert und die Infrastruktur modernisiert. Das Botanische Museum ergänzt die lebende Sammlung mit Ausstellungen zur Evolution, Ökologie und Kulturgeschichte der Pflanzen.
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