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Brandenburger Tor

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Das Brandenburger Tor steht als Symbol für Berlins bewegte und triumphale Geschichte. Zwischen 1788 und 1791 im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. nach den Plänen von Carl Gotthard Langhans erbaut, markiert es das westliche Ende des Boulevards Unter den Linden, der einst zum Stadtschloss führte. Inspiriert von den Propyläen in Athen besteht das Tor aus zwölf dorischen Säulen, die fünf Durchgänge bilden. Der mittlere war ursprünglich nur Herrschern und besonderen Gästen vorbehalten.

 

Auf dem Tor thront die Quadriga, ein von vier Pferden gezogener Wagen, gelenkt von Victoria, der römischen Siegesgöttin. Dieses Werk Johann Gottfried Schadows erlebte dramatische Kapitel der Geschichte: 1806 entführte Napoleon die Quadriga nach Paris, doch nach seiner Niederlage kehrte sie 1814 nach Berlin zurück – ergänzt um ein Eisernes Kreuz und den preußischen Adler. Im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, wurde das Tor später restauriert.

 

Mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 stand es im Niemandsland und wurde zum Symbol des Kalten Krieges. Hier hielten John F. Kennedy und Ronald Reagan ihre berühmten Reden, wobei Reagan forderte: „Mr. Gorbachev, tear down this wall!“. Der Mauerfall am 9. November 1989 verwandelte das Tor in ein Sinnbild der Einheit und Freiheit. Bis heute ist es ein Ort des Feierns, Gedenkens und Protests.
 

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