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Ceciliengärten

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Im Berliner Stadtteil Schöneberg liegt die Wohnsiedlung Ceciliengärten, ein herausragendes Beispiel für die Stadtplanung und architektonischen Ambitionen des frühen 20. Jahrhunderts. Ihre Ursprünge reichen bis ins späte 19. Jahrhundert zurück, als die Idee einer grünen, gemeinschaftsorientierten Nachbarschaft entstand. Erst nach der Eingemeindung Schönebergs nach Berlin nahm das Projekt konkrete Gestalt an. Der Bau erfolgte zwischen 1922 und 1927 und leitete eine große Transformation des Bezirks ein. An der ersten Phase waren verschiedene Träger beteiligt, darunter eine Wohnungsbaugesellschaft für Beschäftigte des Berliner Verkehrsbetriebs.

 

Die Benennung erfolgte zu Ehren von Kronprinzessin Cäcilie von Preußen (1886–1954), der Ehefrau des Kronprinzen Wilhelm. Cäcilie, eine populäre Persönlichkeit, gab auch anderen Orten und Schiffen ihren Namen, darunter Schloss Cecilienhof in Potsdam, Cecilienkoog in Nordfriesland und die Viermastbark Herzogin Cecilie. Eine zentrale Rolle spielte der Architekt und Politiker Heinrich Lassen, dessen Beitrag durch einen Gedenkstein in der Fassade der Traegerstraße 2 gewürdigt wird. Lassen legte besonderen Wert auf Funktionalität und Wohnkomfort.

 

Bis 1927 entstanden rund 621 Wohnungen mit einer durchschnittlichen Größe von 90 Quadratmetern – für die damalige Zeit großzügig bemessen. Die Grünanlagen, gestaltet von Gartenarchitekt Albert Brodersen, waren ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts. 1977 wurden sie als Gartendenkmal geschützt, und 1995 wurde die gesamte Siedlung unter Denkmalschutz gestellt. Heute ist Ceciliengärten ein lebendiges Wohnviertel, das die Ideale der frühen Stadtplanung des 20. Jahrhunderts widerspiegelt und die Bedeutung des Erhalts von Kulturerbe verdeutlicht.

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