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Christiane Felscherinow

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Das Leben von Christiane Felscherinow ist eine eindringliche Geschichte von jugendlichem Aufbegehren, Sucht und Überleben im rauen Berlin der 1970er Jahre. Geboren am 20. Mai 1962 wuchs sie in einer geteilten Stadt auf, geprägt vom Kalten Krieg und der aufkommenden Gegenkultur. Ihre Kindheit war von Instabilität gezeichnet: Die Eltern trennten sich, als sie sechs war, und häufige Umzüge ließen sie entwurzelt zurück.

 

Mit zwölf Jahren tauchte Christiane in das pulsierende, aber gefährliche Nachtleben West-Berlins ein. Clubs wie der Sound zogen Jugendliche an, waren jedoch auch Zentren des Drogenkonsums. Bald griff sie zu Heroin. Mit 13 war sie abhängig, schwänzte die Schule, beging kleine Delikte und rutschte in die Prostitution ab, um ihre Sucht zu finanzieren. Doch ihre Geschichte ist nicht nur von Verzweiflung geprägt. Mit 15 wurde sie von den Journalisten Kai Hermann und Horst Rieck interviewt. Ihr offener Bericht erschien als Wir Kinder vom Bahnhof Zoo, ein Bestseller, der weltweite Aufmerksamkeit erregte. Im Buch schilderte Christiane eindringlich den trostlosen Alltag am Bahnhof Zoo.

 

Die Verfilmung von 1981 machte ihr Schicksal weltweit bekannt. Trotz des Ruhms kämpfte sie jahrzehntelang mit der Sucht, mit Phasen der Abstinenz und Rückfällen. Dennoch überlebte sie und wurde zu einem Symbol für die zerstörerische Macht der Sucht ebenso wie für die menschliche Widerstandskraft.

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