
Der Kalte Krieg war ein Konflikt, in dem die Waffen kalt blieben: Es kam nie zu einem direkten militärischen Kampf zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion. Stattdessen wurde der Streit über Radio, Fernsehen, Propaganda und ein Wettrüsten ausgetragen, das den Gegner einschüchtern sollte. Obwohl die Supermächte nie direkt gegeneinander kämpften, brachen weltweit Kriege in ihren Einflusszonen aus, etwa der Koreakrieg (1950–1953) und der Vietnamkrieg (1955–1975).
Der Begriff „Kalter Krieg“ wurde 1945 vom englischen Schriftsteller George Orwell geprägt, bekannt für „Farm der Tiere“ (1945) und „1984“ (1949). Von 1945 bis 1991 teilte der Kalte Krieg die Welt in zwei Blöcke: den kapitalistischen Westen unter Führung der USA und den kommunistischen Osten unter der Sowjetunion. Wichtige Ereignisse waren die Berliner Blockade und Luftbrücke (1948–1949), die Gründung der NATO (1949), das Warschauer Pakt (1955) und die Kubakrise (1962), als die Welt am Rande eines Atomkriegs stand.
Geheimdienste wie CIA und KGB spielten eine zentrale Rolle. Letztlich führten Gorbatschows Reformen, Glasnost und Perestroika, sowie der Fall der Berliner Mauer 1989 zum Ende. Mit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 endete der Kalte Krieg, der die internationale Politik jahrzehntelang geprägt hatte.
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