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Deportationen nach Auschwitz – 1943

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Im Jahr 1943 sah sich die jüdische Bevölkerung Berlins einer der härtesten Deportationswellen während des Holocaust gegenüber. Das NS-Regime richtete sich gegen diejenigen, die zuvor in Fabriken und wichtigen Industrien arbeiten durften, um sie vor der Deportation in Konzentrationslager als Arbeitskräfte zu nutzen. Diese Operation, bekannt als Fabrikaktion oder „Fabrikaktion“, begann am 27. Februar, wobei Tausende Juden verhaftet und transportiert wurden, hauptsächlich nach Auschwitz. Das Überleben dort war unsicher und hart.

 

Zu den Deportierten gehörte Dr. Lucie Adelsberger, eine Kinderärztin, die wegen ihrer jüdischen Herkunft aus dem Robert-Koch-Institut entlassen worden war. Sie betreute weiterhin Patienten bis 1938, doch nach mehreren gescheiterten Emigrationsversuchen wurde sie am 6. Mai 1943 verhaftet und am 17. Mai nach Auschwitz deportiert. Dort erhielt sie die Häftlingsnummer 45.171 und arbeitete als Ärztin im Frauenlager, wo sie das immense Leid der Mitgefangenen erlebte und so gut wie möglich half.

 

Die Deportationen führten auch zu einem seltenen öffentlichen Protest. Am 27. Februar versammelten sich Angehörige der Verhafteten am Jüdischen Gemeindehaus in der Rosenstraße und forderten die Freilassung ihrer Angehörigen. Dieser Protest dauerte mehrere Tage, und etwa 1.800 Personen wurden freigelassen. Es ist eine der wenigen erfolgreichen öffentlichen Demonstrationen gegen die NS-Politik während des Holocaust.

 

Bis zum Ende des Krieges waren fast sechs Millionen Juden in Europa ermordet worden. Allein in Berlin wurden etwa 60.000 Juden deportiert, wobei nur wenige durch Untertauchen überlebten. Geschichten wie die von Dr. Adelsberger und dem Rosenstraße-Protest zeigen sowohl die Grausamkeit der Deportationen als auch den Mut derjenigen, die sich der Unterdrückung widersetzten.

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