
Im Herzen des Berliner Stadtteils Charlottenburg steht die Deutsche Oper Berlin, ein Wahrzeichen der reichen Kulturgeschichte der Stadt. Das Opernhaus, lokal auch Charlottenburger Haus genannt, eröffnete 1961 mit einer eindrucksvollen Aufführung von Mozarts Don Giovanni. Der Bau des renommierten Architekten Fritz Bornemann bietet 1.859 Sitzplätze und ist damit eines der größten Theater Deutschlands und das größte Opernhaus Berlins.
Die Deutsche Oper Berlin gehört zur prestigeträchtigen Berliner Opernstiftung, zusammen mit dem Staatsballett Berlin, der Komischen Oper Berlin und der Staatsoper Unter den Linden. Dieses kulturelle Netzwerk ist ein Motor der Berliner Musik- und Theaterlandschaft und zieht Opernfreunde aus aller Welt an. Ein besonderes Merkmal ist die herausragende Akustik: Trotz der Lage an der belebten Bismarckstraße herrscht im Inneren eine Oase der Stille, frei von Straßenlärm.
Dies zeugt von Bornemanns architektonischem Können und seiner Detailgenauigkeit. Direkt neben der Oper liegt die U-Bahn-Station Bismarckstraße, die 1906 eröffnet wurde und 1961 zu Ehren des neuen Opernhauses in Deutsche Oper umbenannt wurde. Vor dem Eingang erinnert das Denkmal Tod des Demonstranten an den Tod des Studenten Benno Ohnesorg, der am 2. Juni 1967 bei einer Demonstration gegen den Besuch des Schahs von Iran von einem Polizisten erschossen wurde. Es war Ohnesorgs erste Demonstration – und seine letzte. Sein Tod wurde zu einem Symbol des studentischen Widerstands gegen staatliche Repression.
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