
Die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) wurde 1883 in Berlin von Emil Rathenau als Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität gegründet. Das Unternehmen erwarb schnell einen Ruf für Innovation in der Elektrotechnik, unter anderem durch den Ingenieur Mikhail Dolivo-Dobrowolsky, den Pionier des Dreiphasenwechselstroms. Anfang des 20. Jahrhunderts expandierte AEG in die Produktion einer Vielzahl von Elektrogeräten und Infrastrukturen, darunter Beleuchtung, Straßenbahnen und Haushaltsgeräte.
Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete AEG mit dem NS-Regime zusammen und profitierte von Zwangsarbeit durch KZ-Häftlinge. Nach dem Krieg verlor das Unternehmen viele seiner Vermögenswerte in Ostdeutschland und verlegte seinen Hauptsitz nach Frankfurt am Main. In den 1960er Jahren fusionierte AEG mit ihrer Tochtergesellschaft Telefunken, doch in den 1970er Jahren geriet das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten, was zum Verkauf mehrerer Sparten führte.
1985 wurde AEG von Daimler-Benz übernommen und 1996 vollständig integriert, womit der Name AEG aus der Industrie verschwand. Electrolux hatte jedoch bereits zuvor den Haushaltsgerätebereich übernommen und nutzt die Marke bis heute. AEG bleibt ein ikonischer Name in der Geschichte der Elektrotechnik und industriellen Innovation.
Hast du Feedback zu dieser Geschichte?