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Funkturm

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Spaziert man durch Berlin, stößt man vielleicht auf eine hohe Konstruktion, die von den Berlinern liebevoll „der lange Lulatsch“ genannt wird. Das ist der Funkturm, Berlins stählerner Riese, der an den Eiffelturm in Paris erinnert. Entworfen von Heinrich Straumer wurde er zwischen 1924 und 1926 errichtet. Er wiegt 600 Tonnen und ragt 150 Meter in die Höhe. In seinen Glanzzeiten war der Funkturm das Zentrum für Radio- und Elektronikfans. Hier fand in den 1920er- und 1930er-Jahren die Internationale Funkausstellung (IFA) statt.

 

Berühmt wurde der Turm am 22. März 1935, als von hier die weltweit erste Fernsehsendung ausgestrahlt wurde. Joseph Goebbels, der Propagandaminister, erkannte sofort das Potenzial von Radio und Fernsehen, um die Ideologie der Nazis direkt in die deutschen Wohnzimmer zu tragen. Jahrzehntelang spielte der Funkturm eine wichtige Rolle bei der Übertragung von Radio- und Fernsehprogrammen.

 

1989 wurde die letzte Sendeanlage entfernt – das Ende einer Ära. Heute steht der Funkturm eher für Freizeit als für Technik. 1950 eröffnete auf 52 Metern Höhe ein Restaurant, das ein besonderes Erlebnis bietet. Noch höher, auf 125 Metern, befindet sich eine Aussichtsplattform mit herrlichem Blick über Berlin. Beide Ebenen erreicht man mit einem Aufzug, der vier Meter pro Sekunde nach oben saust.

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