
Denkt man an Berlin, darf der Gendarmenmarkt nicht fehlen. Dieser Platz ist nicht nur wunderschön, sondern auch ein Stück lebendige Geschichte. Seinen Namen erhielt er von einem Regiment Gendarmen, das hier im achtzehnten Jahrhundert seine Kaserne, Wache und Ställe hatte. Im Stadtteil Mitte gelegen, wird der Platz von zwei eindrucksvollen Kirchen flankiert: dem Französischen Dom und dem Deutschen Dom. Beide wurden zu Beginn des achtzehnten Jahrhunderts erbaut. Obwohl sie sich ähneln, haben sie ihren eigenen Charakter und verleihen dem Platz eine majestätische, symmetrische Ausstrahlung.
Zwischen den beiden steht das Konzerthaus Berlin, ein prachtvoller Konzertsaal, der im neunzehnten Jahrhundert von Karl Friedrich Schinkel entworfen wurde – von vielen als sein Meisterwerk angesehen. Ursprünglich diente der Gendarmenmarkt im siebzehnten Jahrhundert als Marktplatz der Friedrichstadt. Unter König Friedrich I. von Preußen wurde Friedrichstadt Teil Berlins, und der Platz erhielt den Namen des Gens-d’Armes-Regiments.
Zu DDR-Zeiten hieß er Platz der Akademie, doch nach der Wiedervereinigung bekam er seinen historischen Namen zurück. In der Mitte des Platzes, vor dem Konzerthaus, steht ein Denkmal für den Dichter Friedrich Schiller, das dem Ganzen einen literarischen Glanz verleiht. Besucht man den Gendarmenmarkt im Dezember, verwandelt er sich in eine festliche Wunderwelt. Der Weihnachtsmarkt mit seinen Ständen, Lichtern und dem Duft von Glühwein gehört zu den schönsten der Stadt.
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