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Hauses des Lehrer

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Genau hier trafen sich einst Lehrer im Lehrervereinshaus, einem belebten Treffpunkt für Pädagogen in Berlin, bevor es im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Das Gebäude, das es ersetzte, das Haus des Lehrers, wurde zwischen 1961 und 1964 als erster Stahlskelett-Hochbau der DDR am Alexanderplatz errichtet. Sein modernistisches Design markierte eine neue Ära für den Platz und spiegelte die Vision der DDR von Fortschritt und Wiederaufbau nach dem Krieg wider.

Auffällig ist vor allem das farbenfrohe Wandbild, das sich um die dritte und vierte Etage zieht. Unser Leben, gestaltet von Walter Womacka, ist etwa 125 Meter lang und 7 Meter hoch — eines der größten Wandbilder Europas. Es zeigt das Alltagsleben so, wie es der Staat darstellen wollte: Wissenschaftler, Bauern, Fabrikarbeiter, Familien und Kinder, die gemeinsam an einer Zukunft arbeiten.

Im Inneren bot das Haus des Lehrers weit mehr als Büros. Es gab ein Café, ein Restaurant, eine pädagogische Zentralbibliothek, eine Buchhandlung und Räume für kleine Aufführungen. Es wurde zu einem Ort, an dem Arbeit, Lernen und Kultur im Alltag miteinander verschmolzen. Direkt daneben stand die Kongresshalle — das heutige Berlin Congress Center —, in der Konferenzen, Vorträge und später internationale Veranstaltungen stattfanden und die zusammen mit dem Haus des Lehrers ein architektonisches Paar bildete.

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde das Gebäude zwischen 2002 und 2004 umfassend saniert. Das Wandbild wurde sorgfältig restauriert, ein gläserner Pavillon auf dem Dach ergänzt und die Nutzfläche im Inneren verdoppelt, ohne den ursprünglichen Charakter zu verlieren. Heute wird es für moderne Büros und Veranstaltungen genutzt, bleibt aber ein markanter Zeuge der vielschichtigen Berliner Geschichte — von der Lehrervereinigung der Vorkriegszeit, über ein DDR-Symbol für Bildung und Kultur, bis hin zu einem Teil der lebendigen, wiedervereinigten Stadt.

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