
Im lebhaften Berliner Stadtteil Kreuzberg steht die Heilig-Kreuz-Kirche, in der sich Geschichte, Kunst und Widerstandskraft vereinen. Zwischen 1885 und 1888 wurde sie von Architekt Johannes Otzen im neugotischen Stil erbaut, mit kreuzförmigem Grundriss und einem zentralen Turm mit Kuppel. Zur feierlichen Einweihung erschienen Kaiser Wilhelm II. und seine Frau Augusta Victoria, die sogar den Altar stifteten. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche durch Bombenangriffe schwer beschädigt.
In den 1950er-Jahren wurde sie in schlichterer Form wiederaufgebaut, und in den 1980er-Jahren erfolgte eine weitere Renovierung, durch die sie auch für kulturelle Veranstaltungen nutzbar wurde. Im Inneren erwartet Besucher eine spannende Mischung aus Alt und Neu, darunter die farbigen Glasfenster von Johannes Schreiter und das eindrucksvolle Triptychon „Christus im Holocaust“ (1996) von Ismond Rosen. Diese Werke verleihen der Kirche aktuelle Bedeutung und machen sie zu mehr als nur einem historischen Bauwerk.
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