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Hitlers Inspiration aus Preußen

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Ein markanter Moment war der 21. März 1933, bekannt als der „Tag von Potsdam“. Hitler wählte Potsdam, einst Sitz der preußischen Könige, für die feierliche Eröffnung des Reichstags. Die Veranstaltung fand in der Garnisonkirche statt, wo preußische Monarchen begraben waren, und beinhaltete einen inszenierten Handschlag zwischen Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg. Hitler trug einen schlichten bürgerlichen Anzug und verbeugte sich leicht, während Hindenburg in voller Feldmarschallsuniform die alte preußische Elite verkörperte. Die Szene war sorgfältig geplant, um Einheit zwischen alter Garde und neuem Regime zu zeigen.

 

Das Datum war kein Zufall. Es fiel auf den Frühlingsanfang und den Jahrestag der ersten Reichstagseröffnung des Deutschen Kaiserreichs im Jahr 1871 unter Kanzler Otto von Bismarck. Damit verband das NS-Regime sich mit einem Gründungsmoment des Reiches.

 

Ein oft übersehenes Detail ist, dass Generalsuperintendent Otto Dibelius, ein führender Kirchenmann, half, die Zeremonie in der Kirche zu ermöglichen, obwohl es Bedenken gab, dass der Raum politisch neutral bleiben sollte. Seine Mitwirkung stellte sicher, dass die Veranstaltung wie geplant stattfinden konnte.

 

Joseph Goebbels, der Propagandaminister, inszenierte jedes Detail – von den Fahnen bis zur Musik. Die schwarz-rot-goldene Flagge der Weimarer Republik verschwand, ersetzt durch kaiserliche, preußische und NS-Symbole.

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