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Ich bin ein Berliner

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"Du stehst hier auf dem Rudolph-Wilde-Platz, vor dem alten Rathaus von West-Berlin. Genau an dieser Stelle sprach der amerikanische Präsident John F. Kennedy am 26. Juni 1963 die berühmten Worte: „Ich bin ein Berliner.“ Zehntausende Menschen füllten den Platz, als er vom Balkon des Rathauses Schöneberg seine Rede hielt. Die Stadt war von der Berliner Mauer umgeben, und Kennedys Besuch war ein starkes Zeichen der Unterstützung für die West-Berliner. 

 

Mit diesen Worten meinte er: „Ich bin einer von euch.“ Er bezog sich auf die römische Redewendung „civis Romanus sum“ – ich bin ein Römer – und erklärte, dass „Ich bin ein Berliner“ dasselbe Gefühl von Freiheit und Verbundenheit in einer geteilten Welt ausdrücke. Die Rede richtete sich an Moskau und an alle, die am westlichen Bündnis zweifelten.

 

Die Worte berührten tief. Menschen jubelten, viele weinten. Die Stimmung war gespannt, aber hoffnungsvoll. Drei Tage nach Kennedys Tod wurde der Platz, auf dem du jetzt stehst, in John-F.-Kennedy-Platz umbenannt. Eine Gedenkplakette am Rathaus erinnert bis heute an diesen Nachmittag im Jahr 1963.

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