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Knut, der Eisbär – 2010er Jahre

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Im Zoologischen Garten Berlins bleibt die Geschichte von Knut, dem Eisbären, eine der bemerkenswertesten Tiergeschichten der Stadt. Geboren am fünften Dezember zweitausendsechs, wurde Knut von seiner Mutter verstoßen und musste von Pflegern von Hand aufgezogen werden, eine seltene Überlebenschance in der Geschichte des Zoos, in dem kein Eisbärenjunges seit über dreißig Jahren das Säuglingsalter überlebt hatte.

Schon in jungen Jahren wurde Knut zu einer weltweiten Sensation. Sein verspieltes Verhalten und seine ungewöhnliche Geschichte erregten die Aufmerksamkeit der Medien, was ihm Fans auf der ganzen Welt einbrachte und den Zoo zu einer wichtigen Attraktion machte. Allein im Jahr zweitausendsieben stieg die Besucherzahl um etwa dreißig Prozent, und ""Knutmania"" führte zu Büchern, Merchandise und Dokumentationen, die sein Leben feierten.

Knuts Leben war tragisch kurz. Am neunzehnten März zweitausendelf brach er unerwartet in seinem Gehege zusammen und ertrank im Pool. Spätere Untersuchungen ergaben, dass er an einer anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis litt, einer seltenen Autoimmunerkrankung, die zuvor nur bei Menschen beobachtet wurde. Knuts Fall war der erste bekannte Fall dieser Erkrankung bei einem nicht-menschlichen Tier.

Trotz seines frühen Todes setzte sich Knuts Einfluss fort. Im Oktober zweitausendzwölf enthüllte der Zoo eine Bronzestatue mit dem Titel Knut – Der Träumer, um sein Leben zu ehren. Ein lebensgroßes Modell aus seinem Originalfell wurde ebenfalls im Museum für Naturkunde in Berlin ausgestellt, damit Besucher sich ihm aus der Nähe erinnern konnten.

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