
"Du stehst am Kollwitzplatz, dem lebendigen Zentrum des Prenzlauer Bergs. Der Platz wurde ursprünglich ab neunzehnhundertfünfundsiebzig als Wörther Platz angelegt, bekam aber am siebten Oktober neunzehnhundertsiebenundvierzig seinen heutigen Namen zu Ehren der bekannten Berliner Künstlerin Käthe Kollwitz (eintausendneunzehnhundertsiebenundsechzig–neunzehnhundertfünfundvierzig), die ab neunzehnhunderteinundneunzig in unmittelbarer Nähe an der Weißenburger Straße 25 (heute Kollwitzstraße 56a) lebte und arbeitete. Ihr Ehemann Karl Kollwitz, Arzt und sozial engagierter Politiker, prägte die Nachbarschaft; dennoch trägt der Platz formell Käthes Namen.
Im Jahr neunzehnhunderteinundsechzig stellte Bildhauer Gustav Seitz eine Bronzestatue von Käthe in die Platzmitte, basierend auf einem Selbstportrait. Sie befindet sich gegenüber ihrem ehemaligen Wohnhaus und ist heute ein beliebter Treffpunkt und Kletterziel für Kinder.
Der Platz wurde neunzehnhundertsechsundachtzig nach Plänen von Gartenarchitekt Hermann Mächtig gestaltet: dreieckig, mit einem Blumenbeet und von Bäumen umgebenen Wegen. Nach dem Zweiten Weltkrieg überarbeitete Stadtgartenarchitekt Reinhold Lingner den Platz im Jahr neunzehnhundertneunundvierzig und ersetzte die ehemalige Fontäne durch einen Spielplatz.
Neunzehnhundertsiebenundsiebzig wurde der Platz erneut umgestaltet: mit mehr Grünflächen, Bänken und Tischtennisplatten.
Das ehemalige Gelände des Wasserturms neben dem Platz wurde inzwischen in markante Wohnhäuser umgewandelt. Der Turm diente einst der Wasserversorgung und teils als Arrestzelle. "
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