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Paul von Hindenburg

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Paul von Hindenburg nimmt in der deutschen Geschichte eine herausragende, aber auch umstrittene Stellung ein. Geboren 1847 in eine preußische Adelsfamilie, wuchs er in den militärischen Traditionen seiner Herkunft auf. Er folgte seinem Vater ins Heer und stieg bis in die höchsten Ränge der Armee auf, bevor er später Präsident der Weimarer Republik wurde. Bekannt wurde er im Ersten Weltkrieg. Zusammen mit seinem Stabschef Erich Ludendorff führte er die deutschen Truppen bei den Schlachten von Tannenberg und den Masurischen Seen.

 

Diese Siege machten ihn zum Nationalhelden mit fast mythischer Ausstrahlung. Nach dem Krieg befand sich Deutschland im Chaos, geplagt von wirtschaftlichen Nöten und politischer Instabilität. 1925 wurde Hindenburg zum Reichspräsidenten gewählt, vor allem wegen seines Ruhms als Kriegsheld und der Hoffnung, er könne Stabilität bringen. Obwohl konservativ und monarchistisch gesinnt, respektierte er anfangs die demokratischen Grundlagen der Republik. Sein Amt ist jedoch vor allem für seine Rolle beim Aufstieg Adolf Hitlers in Erinnerung.

 

In der Weltwirtschaftskrise verlor die Regierung die Kontrolle, und 1932 ernannte Hindenburg, gedrängt von Beratern, Hitler zum Reichskanzler – in der Annahme, er sei zu kontrollieren. Dies erwies sich als folgenschwere Fehleinschätzung. Nach Hindenburgs Tod 1934 vereinte Hitler die Ämter von Präsident und Kanzler und errichtete die Diktatur, die den Zweiten Weltkrieg heraufbeschwor.

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