
Sieh genau hin und du wirst die Inschrift über den Säulen erkennen: „Dem deutschen Volke“. Diese Worte sind kein bloßes Ornament, sondern ein Symbol der Demokratie eines, das Feuer, Krieg, Teilung und Wiedervereinigung überstanden hat.
Der Reichstag wurde 1894 als Sitz des Reichstags des Deutschen Kaiserreichs fertiggestellt. Er stand für nationale Einheit, doch seine Geschichte war alles andere als geradlinig. Im Jahr 1933 wurde das Gebäude durch einen verheerenden Brand schwer beschädigt. Die Nationalsozialisten nutzten dieses Ereignis, um Notverordnungen zu erlassen und ihre Macht zu festigen. Bis heute ist unklar, wer den Brand gelegt hat.
Während des Zweiten Weltkriegs verfiel der Reichstag weiter. 1945 war er ein zentrales Ziel in der Schlacht um Berlin. Das ikonische Bild sowjetischer Soldaten mit ihrer Flagge auf dem Dach ging um die Welt. In den Jahren der deutschen Teilung blieb das Gebäude weitgehend ungenutzt, direkt neben der Berliner Mauer.
Nach der Wiedervereinigung wurde der Reichstag vom britischen Architekten Norman Foster grundlegend restauriert. 1999 zog der Deutsche Bundestag ein. Die gläserne Kuppel symbolisiert Transparenz: Bürgerinnen und Bürger können über den Parlamentssaal hinwegsehen.
Heute ist der Reichstag ein lebendiges Denkmal nicht nur für Architektur, sondern für Deutschlands bewegte Geschichte und demokratische Entwicklung.
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