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Schloss Charlottenhof in Potsdam

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Im üppigen Park von Sanssouci in Potsdam erhebt sich das Schloss Charlottenhof als Zeugnis für neoklassizistische Eleganz und königlichen Anspruch. Es wurde 1826 für Kronprinz Friedrich Wilhelm, den späteren König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, errichtet. Der Architekt Karl Friedrich Schinkel erhielt den Auftrag, ein bestehendes Haus, das ursprünglich von Jan Bouman für Friedrich II. von Preußen gebaut worden war, in eine repräsentative Sommerresidenz umzuwandeln – und das mit begrenztem Budget.

 

Schinkel, unterstützt von seinem Schüler Ludwig Persius, ließ sich von römischen Villen inspirieren und schuf so auf den Fundamenten des alten Hauses einen kleinen, aber exquisiten Bau, der Antike und Moderne verband. Der Kronprinz selbst beteiligte sich intensiv an den Entwürfen und steuerte eigene Skizzen bei. Liebevoll nannte er seine Sommerresidenz „Siam“, Sinnbild für das Land der Freiheit.

 

Offiziell erhielt das Anwesen jedoch den Namen Charlottenhof, nach Maria Charlotte von Gentzkow, der Frau eines Kammerherrn und früheren Besitzerin des Guts von 1790 bis 1794. Auffällig sind die klaren klassischen Linien des Palastes und besonders das monumentale Westportikus, das dem ansonsten schlichten Bau eine besondere Würde verleiht. Die harmonische Verbindung von Architektur und Landschaft macht Charlottenhof zu einem Juwel der preußischen Residenzen.
 

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