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Schloss Monbijou und der Park

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Lassen Sie uns hier am Ufer der Spree innehalten, wo einst das Monbijou-Palais stand ein königliches Juwel, das heute vielen Berlinern kaum noch bekannt ist. Wenige wissen, dass dieses elegante Palais nicht nur eine Sommerresidenz war, sondern auch eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Preußens im 18. Jahrhundert beherbergte.

 

Das Palais wurde um das Jahr 1706 für Königin Sophie Charlotte erbaut. Der Name Monbijou bedeutet auf Französisch „mein Juwel“ und spiegelt die Zuneigung wider, die die Königin für diesen privaten Rückzugsort hatte. Anders als die großen Königspaläste, die Welt beeindrucken sollten, war Monbijou als gemütlicher, privater Ort mit üppigen Gärten und Wasseranlagen gestaltet.

 

Eine interessante Besonderheit ist, dass das Palais eine umfangreiche Porzellansammlung beherbergte, die so wertvoll war, dass sie mehrere Kriege überstand. Diese Sammlung bildete später den Kern des berühmten Berliner Porzellanmuseums. Außerdem war Monbijou eine der ersten königlichen Residenzen mit einem öffentlichen Theater auf dem Gelände, in dem Aufführungen der Berliner Bevölkerung neue Kunst und Kultur näherbrachten.

 

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Palais bei Luftangriffen stark beschädigt und in den 1950er Jahren von den Behörden der DDR abgerissen, die neue Stadtentwicklungen über die Wiederherstellung der Ruinen stellten. Heute befindet sich an der Stelle des Palais der Monbijou-Park, in dem noch einige alte Sandsteinblöcke im Grün verborgen sind – stille Zeugen des ehemaligen Palais.

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