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Siegessäule

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In diesem Zentrum steht eines von Berlins beständigsten Wahrzeichen, die Siegessäule.

Die vergoldete Figur auf der Spitze, im Volksmund Goldelse genannt, ist weithin sichtbar, doch dahinter verbirgt sich eine Geschichte von militärischer Einigung und unerwarteten Wendungen. Entworfen von Heinrich Strack begann der Bau im Jahr 1864 zur Erinnerung an den preußischen Sieg über Dänemark. Bei der Einweihung am 2. September 1873 ehrte das Denkmal auch die Siege im Deutschen Krieg (1866) und im Deutsch-Französischen Krieg (1870–71).

 

Ursprünglich stand die Siegessäule vor dem Reichstag auf dem Königsplatz als stolzes Symbol nationaler Erfolge. Doch 1938–39 wurde sie im Rahmen von Hitlers Plänen für die „Welthauptstadt Germania“ an den Großen Stern versetzt und um eine zusätzliche Säulentrommel erhöht, wodurch sie etwa 67 Meter hoch wurde. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs hissten polnische Truppen am 2. Mai 1945 ihre Fahne auf der Spitze, als Symbol für ihre Rolle in der Schlacht um Berlin. Später, nach dem Krieg, setzten französische Soldaten während einer Siegesparade die Trikolore.

 

Die Reliefs am Sockel Szenen aus den drei Kriegen von vier Bildhauern wurden jahrzehntelang von Besatzungstruppen entfernt. Erst 1987, anlässlich des 750-jährigen Stadtjubiläums Berlins, wurden sie dank des Engagements des französischen Präsidenten François Mitterrand wieder angebracht.

 

Wer die 285 Stufen der Wendeltreppe erklimmt, erreicht eine Plattform direkt unter der Statue. Von dort reicht der Blick weit über den Tiergarten bis zum Schloss Bellevue eine Belohnung in Schritten und Geschichte.

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