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Staatsoper Unter den Linden

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Dies ist die Staatsoper Unter den Linden, ein Ort, an dem Musik, Politik, Krieg und Wiedergeburt eine Rolle gespielt haben. Auf Geheiß Friedrichs II. von Preußen, auch bekannt als Friedrich der Große, wurde das Opernhaus von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff entworfen und Mitte des 18. Jahrhunderts fertiggestellt. Es war das erste Gebäude, das an der Prachtstraße Unter den Linden errichtet wurde, und setzte ein Zeichen für die kulturellen Ambitionen des preußischen Staates.

 

Ursprünglich trug es den Namen Königliche Hofoper und wurde 1742 mit der Oper Cleopatra e Cesare von Carl Heinrich Graun eröffnet, die eigens für diesen Anlass komponiert wurde. Das klassizistische Design war seiner Zeit voraus, insbesondere durch das versenkte Orchester, das heute Standard in modernen Opernhäusern ist.

 

Trotz seiner eleganten Erscheinung hat das Gebäude eine bewegte Geschichte hinter sich. Es wurde 1843 durch ein großes Feuer stark beschädigt und kurz darauf wiederaufgebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde es erneut schwer getroffen. Das NS-Regime nutzte es als Symbol deutscher Kultur; seine Zerstörung im Jahr 1941 galt daher auch als symbolisch. Nach dem Krieg lag es über ein Jahrzehnt in Trümmern, bis in den 1950er Jahren unter DDR-Leitung mit dem Wiederaufbau begonnen wurde.

 

Im Jahr 1955 wurde das Haus als Staatsoper Unter den Linden wiedereröffnet. Während des Kalten Krieges war es ein kulturelles Aushängeschild der DDR. Die jüngste Renovierung, abgeschlossen 2017, verbesserte die Akustik und Bühnentechnik, ohne den historischen Charakter zu verlieren.

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