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Was du noch nicht über die Berliner Mauer wusstest

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Vor dem Fall der Berliner Mauer war sie eine gnadenlose Grenze zwischen Ost- und West-Berlin und das Symbol des Kalten Krieges. Sie wurde 1961 errichtet und erstreckte sich über 45,3 Kilometer. Oft bestand sie aus zwei parallelen Mauern, getrennt durch den gefürchteten „Todesstreifen“: eine hundert Meter breite Zone mit Wachtürmen, Hunden und Schießbefehl für Grenzsoldaten. 

 

Vor dem Bau der Mauer flohen fast drei Millionen Menschen in den Westen, vor allem über Berlin. Zwischen 1961 und 1989 gelang dennoch Tausenden die Flucht – durch Tunnel, in umgebauten Autos oder sogar mit einem selbstgebauten Heißluftballon. Heute sind noch Teile der Mauer erhalten. 

 

Die East Side Gallery zeigt das längste Stück, bemalt mit bunten Wandgemälden. Fragmente der Mauer finden sich weltweit, unter anderem in Las Vegas in einem Casino oder in mehr als vierzig Ländern als Freiheitsdenkmäler. Am 9. November 1989 fiel die Mauer. Angela Merkel verbrachte den Abend in einer Sauna in Ostdeutschland und eilte nicht zur Grenze – sie war sicher, dass die Öffnung dauerhaft sein würde. Innerhalb von 72 Stunden überquerten drei Millionen Menschen die Grenze. 

 

Mit einer Bevölkerung von 17 Millionen war das eine gewaltige Bewegung. In Westdeutschland erhielt jeder Ostdeutsche 100 D-Mark, oft für Bananen ausgegeben – im Osten ein Luxus. In 28 Jahren wurde die Mauer von 302 Wachtürmen, 14.000 Grenzsoldaten, 259 Hundezwingern und 20 Bunkern gesichert. Dabei starben 239 Flüchtlinge, 260 wurden verletzt, doch mehr als 5.000 Menschen gelang die Flucht, darunter 574 Grenzsoldaten.

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