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Wunder von Brandenburg – 1762

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Berlin Mitte des achtzehnten Jahrhunderts stand kurz vor einer Katastrophe. Im August 1759 erlitt Friedrich II. von Preußen eine schwere Niederlage in der Schlacht von Kunersdorf. Fast 19.000 seiner Soldaten fielen, und ihm blieben nur 18.000 Truppen. In Sorge um sein Königreich schrieb er an seinen Bruder: ""Ich denke, alles ist verloren. Adieu pour jamais— "Lebewohl für immer."

 

Trotz dieser Verluste gelang es Friedrich, seine Truppen neu zu formieren. Er sammelte etwa 33.000 Soldaten, um Berlin zu verteidigen, obwohl ein viel größeres Heer von etwa 90.000 russischen und österreichischen Truppen die Stadt bedrohte. Doch der Feind zögerte. Ihre Nachschublinien waren zu lang, und die Aussicht auf eine lange Belagerung hielt sie zurück. Im September 1759 zogen beide Armeen ab, und Berlin blieb verschont. Friedrich nannte dieses unerwartete Ereignis später das ""Wunder des Hauses Brandenburg.

 

Ein zweiter Wendepunkt kam im Januar 1762. Kaiserin Elisabeth von Russland, eine starke Gegnerin Preußens, starb am 5. Januar. Ihr Nachfolger, Peter III., bewunderte Friedrich und änderte sofort die russische Haltung. Russische Truppen verließen Ostpreußen und Pommern, und am 15. Mai wurde der Frieden von St. Petersburg unterzeichnet, der den Krieg zwischen Russland und Preußen beendete.

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