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Zeughaus

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Dieses Gebäude ist das älteste an der Straße Unter den Linden und wurde 1706 als Hauptarsenal von Brandenburg-Preußen fertiggestellt. Bekannt als das Zeughaus, wurde es im Auftrag von Kurfürst Friedrich III. errichtet, der später König Friedrich I. von Preußen wurde. Der Bau begann 1695 und wurde von mehreren Architekten betreut, darunter Johann Arnold Nering, Andreas Schlüter, Martin Grünberg und Jean de Bodt. Besonders eindrucksvoll sind Schlüters Steinmasken sterbender Krieger über dem Innenhof, die bis heute auffallen.

 

Obwohl die Fassade bereits Anfang des 18. Jahrhunderts vollendet war, wurde das Innere erst 1730 fertiggestellt. Über ein Jahrhundert diente das Zeughaus seiner militärischen Funktion und beherbergte Waffen und Ausrüstung, die die wachsende Macht Preußens symbolisierten. Ende des 19. Jahrhunderts änderte sich die Nutzung, und das Gebäude wurde zu einer Ruhmeshalle, die der Geschichte der preußischen Armee gewidmet war.

 

Das 20. Jahrhundert brachte schwierige Zeiten. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Zeughaus schwer beschädigt. Zwischen 1949 und 1965 wurde es sorgfältig wiederaufgebaut, wobei das Innere schlichter gestaltet wurde als das ursprünglich reich verzierte Dekor. Ab 1952 beherbergte es das Museum für Deutsche Geschichte der DDR, das die politischen Realitäten der Zeit widerspiegelte.

 

Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 erhielt das Zeughaus eine neue Funktion als Teil des Deutschen Historischen Museums. Im Jahr 2003 kam ein moderner Glasanbau des Architekten I. M. Pei hinzu, der einen deutlichen Kontrast zur barocken Pracht des ursprünglichen Gebäudes bildet.

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