
Wo sich Spree und Havel vereinen, erhebt sich die Zitadelle Spandau. Zwischen 1559 und 1594 entstand hier diese Renaissancefestung auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Burg. Bemerkenswert ist, dass der Donjon, der als letzte Verteidigungslinie diente, bis heute erhalten geblieben ist und einen greifbaren Bezug zur frühen Geschichte des Ortes bildet. Hauptaufgabe der Zitadelle war der Schutz von Spandau, und sie entwickelte sich bald zu einer der am besten erhaltenen Festungen ihrer Zeit.
Ihre Standhaftigkeit wurde mehrfach erprobt. Im Jahr 1675 belagerten schwedische Truppen die Festung, doch sie widerstand erfolgreich. Eine entscheidende Wende kam jedoch am 25. Oktober 1806, als Napoleons Truppen heranrückten. Überraschenderweise übergab der Kommandant die Zitadelle kampflos, woraufhin Napoleon die Festung am nächsten Tag persönlich inspizierte.
Bis 1813 diente die Zitadelle als Stützpunkt für französische und polnische Truppen. Im selben Jahr griffen die Preußen entschlossen an. Dabei traf Artillerie ein Pulvermagazin, was eine gewaltige Explosion auslöste und große Zerstörungen anrichtete. Dennoch verhandelte der französische Kommandant eine friedliche Übergabe an den preußischen Befehlshaber August von Thümen, wodurch sein Trupp sicher abziehen konnte.
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