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Bankettsaal

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Das Banqueting House ist eines der am meisten unterschwellig beeindruckenden Gebäude Londons. Es wurde 1622 fertiggestellt und von Inigo Jones entworfen, dem Architekten, der den palladianischen Stil in England einführte – einen Stil, der auf den klaren, harmonischen Prinzipien des antiken Roms basiert und durch den italienischen Architekten Andrea Palladio populär wurde.

 

Betritt man das Innere, lässt einen die Decke innehalten. Neun riesige Gemälde des flämischen Meisters Peter Paul Rubens füllen die gesamte Decke mit wirbelnden Figuren und goldenem Licht. Sie wurden von König Charles I. in Auftrag gegeben, um seinen Vater, James I., zu feiern, und zeigen ihn, wie er in göttlicher Herrlichkeit in den Himmel aufsteigt. Die Botschaft war beabsichtigt: Könige regierten durch Gottes Gnade, und niemand sollte dies vergessen.

 

Die bittere Ironie ist, dass Karl I. am 30. Januar 1649 durch ein Fenster genau dieses Gebäudes trat, um sich dem Schafott direkt davor zu stellen. Seine Hinrichtung markierte das Ende der englischen Monarchie für über ein Jahrzehnt; an ihre Stelle trat eine Republik unter der Führung des Soldaten und Politikers Oliver Cromwell.

 

Heute steht in der Nähe eine Reiterstatue aus Bronze von Karl I., die über die Stadt wacht, die er einst regierte. Endlich hat er eine gute Aussicht, und diesmal kann ihn niemand mehr entfernen.

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