
Wenn man am Victoria Embankment steht und die Themse im Rücken hat, erstreckt sich das Denkmal zur Schlacht um England als lange, geschwungene Bronzeskulptur entlang der Uferpromenade. Der Bildhauer Paul Day, bekannt für seine detailreichen figurativen Arbeiten, weihte es am 18. September 2005 ein – zum 65. Jahrestag der Schlacht, an die es erinnert.
Die Reliefs fangen alles ein: Piloten, die zu ihren Flugzeugen sprinten, Zivilisten, die ihre Hälse in den Himmel recken, brennende Städte unter ihnen. Sie erzählen die Geschichte einer viermonatigen Luftkampagne im Jahr 1940, als Adolf Hitler die Invasion Großbritanniens plante. Sein Plan, genannt Operation Sea Lion, sah vor, zuerst die Royal Air Force zu vernichten. Monatelang bombardierte die deutsche Luftwaffe in einer Welle nach der anderen britische Flugplätze, Radarstationen und Städte.
Die RAF schlug mit etwas Unerwartetem zurück: einem Radarwarnsystem namens „Chain Home“, das den Piloten gerade genug Zeit gab, um zu starten, bevor der Feind eintraf. Obwohl sie zahlenmäßig stark unterlegen waren, hielten sie die Stellung. Premierminister Winston Churchill nannte sie „The Few“, und der Name blieb haften.
Im Oktober 1940 legte Hitler seine Invasionspläne stillschweigend auf Eis. Die RAF hatte die erste Schlacht in der Geschichte gewonnen, die vollständig in der Luft ausgetragen wurde.
Jedes Jahr werden hier nach einem Gottesdienst in der nahegelegenen Westminster Abbey Kränze niedergelegt.
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