
Die Bank of England steht seit 1734 in der Threadneedle Street, und ihre Geschichte beginnt nicht mit Besonnenheit oder sorgfältiger Planung, sondern mit Verzweiflung. Im Jahr 1694 ging König Wilhelm III. und Königin Mary das Geld aus, um einen kostspieligen Krieg gegen Frankreich zu finanzieren, und die englische Staatskasse stand kurz vor dem Zusammenbruch.
Die Lösung kam aus einer unerwarteten Quelle: William Paterson, ein schottischer Händler, Finanzier und ehemaliger Pirat, schlug eine Nationalbank vor, die der Regierung 1.200.000 Pfund zu 8 % Zinsen leihen würde. Goldhändler spotteten und waren überzeugt, dass die Öffentlichkeit niemals so viel aufbringen würde. Sie irrten sich. Innerhalb eines einzigen Tages wurden 346.000 Pfund aufgebracht, und innerhalb von zehn Tagen war der gesamte Betrag gezeichnet.
Die letzte Hürde war der Kronrat, das private Beratungsgremium des Königs, dessen Mitglieder zutiefst skeptisch waren. Königin Mary schaltete sich persönlich ein und verhandelte, bis der Rat zustimmte. Der Bank Act von 1694 wurde verabschiedet, und die Bank of England öffnete ihre Pforten mit siebzehn Angestellten und zwei Portiers.
Ihren berühmten Spitznamen „The Old Lady of Threadneedle Street“ erhielt sie 1797, nachdem eine Karikatur Premierminister Pitt zeigte, wie er versuchte, die Bank zu umwerben, die als eher unbeeindruckte ältere Dame personifiziert wurde. Angesichts der Tatsache, wie hartnäckig die Bank seitdem jede Krise überstanden hat, passt der Spitzname ziemlich gut.
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