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Estates-Theater

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Drehen Sie sich um. Sehen Sie diese in Bronze gegossene, vermummte Gestalt, ohne Gesicht unter dem Umhang, nur Dunkelheit? Das ist Il Commendatore, der steinerne Geist aus Mozarts „Don Giovanni“, der Oper, die am 29. Oktober 1787 in diesem Theater uraufgeführt wurde. In der Geschichte verführt ein Adliger eine junge Frau, tötet ihren Vater im Duell und verspottet das Grab des Toten. Später erwacht die Steinstatue des ermordeten Vaters zum Leben, schreitet zu Don Giovannis Abendessen, ergreift seine Hand mit eisiger Berührung und zerrt ihn schreiend in die Hölle.

 

Mozart hatte bis zum allerletzten Moment an dieser Oper über die Verdammnis geschrieben. Als er drei Wochen zuvor ankam, fehlten noch das Finale des zweiten Aktes, die Ouvertüre und sogar einige Arien. Er vollendete die Ouvertüre in der Nacht vor der Premiere. Das Publikum jubelte ihm dreimal zu, als er das Podium betrat, ohne zu ahnen, dass er ein Werk dirigierte, dessen Tinte kaum getrocknet war. Die Aufführung war ein Triumph.

 

Vier Jahre später war Mozart mit fünfunddreißig Jahren tot. Manche sagen, die Oper sei verflucht gewesen, dass das so lebhafte Schreiben über die Hölle ihn dorthin gezogen habe. Dies ist das einzige Theater, das noch steht, in dem er dirigierte. Das Innere hat sich seit jener Nacht kaum verändert. Miloš Forman drehte „Amadeus“ aus gutem Grund hier. Der Geist wartet immer noch an der Tür.

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