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Bahnhof Ottakring

Werfen Sie einen Blick auf das kunstvolle Gebäude neben dem modernen Eingang zur U3. Es wurde 1898 als Teil von Otto Wagners Stadtbahn eröffnet, jenem Nahverkehrssystem, das den Verkehr in einer schnell wachsenden Stadt mit fast 1,6 Millionen Einwohnern revolutionierte.

 

Wagner wurde 1894 zum künstlerischen Berater für den städtischen Nahverkehr ernannt. Er hatte die Kontrolle über alles, von Brücken bis hin zu Bänken, und stellte 70 Künstler und Designer ein, um sicherzustellen, dass jedes Detail seiner Vision entsprach. Die dekorativen Eisenarbeiten, die Beleuchtungskörper und sogar die Schilder folgten seinen Vorgaben.

 

Die Vorortelinie verband die westlichen Vororte mit den nördlichen Stadtteilen. Ottakring wurde zu einer von drei Stationen entlang dieser Strecke, die Wagners charakteristischen Stil verkörperten, der Funktionalität mit Eleganz verband.

 

Die Sache ist die: Das markante Hellgrün, das die Metallkonstruktionen bedeckt? Das war nicht seine Wahl. Eine Analyse der Originalfarbe ergab, dass die Station bei ihrer Eröffnung beige war. Das Grün tauchte erst nach dem Zweiten Weltkrieg auf und wurde so ikonisch, dass die Leute es heute „Otto-Wagner-Grün“ nennen, obwohl er es nie gesehen hat.

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