
Werfen Sie einen Blick auf die schlichte Gedenktafel, die den Ort kennzeichnet, an dem einer der größten Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts seine letzten Lebensjahre verbrachte. Erwin Schrödinger, der österreichische Physiker, der 1933 für seine bahnbrechenden Erkenntnisse über die Atome den Nobelpreis erhielt, lebte von 1956 bis zu seinem Tod im Jahr 1961 an dieser Adresse.
Nur wenige Schritte von der eleganten Strudlhofstiege im 9. Bezirk entfernt wurde dieses bescheidene Gebäude zum Zuhause des Mannes, dessen Arbeit die Physik für immer veränderte. 1926, während seiner Tätigkeit in Zürich, entwickelte Schrödinger seine berühmte Wellengleichung, die das Verhalten von Elektronen im Inneren von Atomen erklärte. Dieser Durchbruch brachte ihm den Nobelpreis ein und wurde zur Grundlage der Quantenmechanik, der Wissenschaft, die heute alles von Computern bis hin zur medizinischen Bildgebung antreibt.
Doch Schrödinger war gezwungen zu fliehen, als die Nazis 1933 an die Macht kamen. Er verbrachte 15 Jahre in Irland, wo er das Dublin Institute for Advanced Studies leitete, bevor er 1956 als geehrter emeritierter Professor an die Universität Wien zurückkehrte.
Die Gedenktafel wurde 1987 vom Alsergrunder Museumsverein anlässlich seines 100. Geburtstags angebracht. Zwischen 1983 und 1997 zierte sein Porträt die österreichische 1000-Schilling-Banknote – eine Würdigung des Wissenschaftlers, dessen Gleichung für die moderne Physik nach wie vor von grundlegender Bedeutung ist.
Hast du Feedback zu dieser Geschichte?