Route Image 1 - Description

Obeliskbrunnen

Sie stehen vor einem der eindrucksvollsten Denkmäler von Schönbrunn, das sich über 31 Meter über den Schlossgärten erhebt. Ein Obelisk, gekrönt von einem goldenen Adler, der auf vier goldenen Schildkröten ruht und über einer Grotte thront, in der Flussgötter Wasser in das darunterliegende Becken gießen.

 

Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg entwarf ihn 1777. Die Skulpturen stammen von Benedict Henrici, der nach Entwürfen von Wilhelm Beyer arbeitete. Das gesamte Bauwerk sollte die Macht der Habsburger feiern. Diese Schildkröten symbolisierten Stabilität und unerschütterliche Herrschaft.

 

Der Obelisk ist mit Hieroglyphen bedeckt. Sie sollen angeblich die gesamte Geschichte der Habsburger-Dynastie erzählen. Es gibt nur ein Problem. Niemand konnte 1777 Hieroglyphen lesen. Der Stein von Rosetta wurde erst 1822, 45 Jahre später, entschlüsselt. Jedes in diesen Stein gemeißelte Symbol ist erfunden. Reine Dekoration, die sich als antike Weisheit tarnt.

 

Der Brunnen benötigte Wasserdruck. Ingenieure bauten oberhalb von hier ein Reservoir. Dieses Reservoir wurde schließlich zum Schönbrunner Bad, einem öffentlichen Bad. Im Jahr 1838 lernte dort ein 8-jähriger Junge schwimmen. Sein Name war Franz Joseph. Er wurde Österreichs am längsten regierender Kaiser, regierte 68 Jahre lang und verbrachte den größten Teil seines Lebens in diesem Schloss.

Hast du Feedback zu dieser Geschichte?