
Diese Kirche verdankt ihren Ruhm einem Wunder, das sich während der osmanischen Belagerung im Jahr 1529 ereignete. Sie stehen vor einem Gebäude, vor dem vier an einen Baum gekettete Männer Zeugen eines Ereignisses wurden, das über Jahrhunderte hinweg Pilger anziehen sollte.
Die osmanischen Truppen zerstörten Hietzing. Vier Einheimische waren genau hier an einen Baum gekettet worden. Vor dem Angriff hatten sie eine hölzerne Marienstatue in eben diesem Baum versteckt. Während sie beteten, begann die Statue zu leuchten. Sie sprach die Worte: „Hüet's eng.“ Passt auf euch auf. Ihre Ketten zerbrachen.
Die Nachricht verbreitete sich in ganz Österreich. Pilger strömten herbei. Dies wurde zu einem der wichtigsten Wallfahrtsorte des Landes. Treten Sie ein und betrachten Sie den Hochaltar von Matthias Steinl aus dem Jahr 1698. Sie werden jene vier Männer mit zerbrochenen Ketten zu Marias Füßen sehen, die Statue steht in einer stilisierten Baumkrone.
Die Kirche hatte noch eine weitere fromme Anhängerin. Maria Theresia kam während ihrer Aufenthalte in Schönbrunn jeden Tag hierher. Sie ließ ein spezielles Oratorium errichten, in dem sie die Messe besuchen konnte, ohne gesehen zu werden. Sie füllte die Kirche mit Geschenken, darunter Kreuzwegbilder aus dem Schloss Schönbrunn.
Das Gebäude stammt größtenteils aus dem Jahr 1685 und wurde wieder aufgebaut, nachdem es durch die zweite Belagerung durch die Osmanen zerstört worden war. Die neugotische Fassade und der Turm, die Sie sehen, stammen aus den 1860er Jahren. Die Heiligenstatuen an der Vorderseite wurden 1865 von Andreas Halbig und Johann Meixner geschaffen.
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