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Volksgarten

Diese Grünfläche um Sie herum war einst eine Festungsbastion namens Burgbastei. Im Jahr 1809 besetzten Napoleons Truppen die Stadt, nachdem sie Österreich im Fünften Koalitionskrieg vernichtend geschlagen hatten. Sie zwangen die Habsburger zur Unterzeichnung eines demütigenden Friedensvertrags, der Österreich riesige Gebiete kostete. Als Abschiedsgeschenk zerstörten sie dann diese Festungsanlage, bevor sie abzogen.

 

Die Österreicher beschlossen, sie nicht wieder aufzubauen. Stattdessen verwandelte der Hofarchitekt Ludwig Gabriel von Remy die Trümmer in zwei Parks: einen privaten Garten für die kaiserliche Familie und diesen hier. Der ursprüngliche Plan sah einen privaten Garten für den Erzherzog vor. Doch die Hofverwaltung hatte eine bessere Idee. Warum sollte man ihn nicht für alle öffnen?

 

Er wurde 1823 als erster öffentlicher Park der Stadt eröffnet. Innerhalb weniger Jahre wurde er zum angesagten Treffpunkt. Johann Strauss I. und Joseph Lanner gaben Konzerte im Kaffeehaus. Der Adel flanierte durch den Park. Paare spazierten auf den Wegen. All dies auf einem Gelände, das einst eine militärische Festung war, die dazu diente, Feinde fernzuhalten.

 

Der Rosengarten, den Sie hier sehen, beherbergt über 3.000 Rosensträucher, die mehr als 200 Sorten repräsentieren. Der weiße Tempel ist eine Nachbildung eines antiken griechischen Bauwerks, das errichtet wurde, um eine Skulptur von Canova auszustellen. Ein Schlachtfeld, das in einen Rosengarten verwandelt wurde.

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